Janine Haubentratz beugt sich über Charly, die Pflegepuppe, und zeigt, wie man den Blutdruck misst. Was heute nur nachgestellt ist, soll für sie nach der Matura zu ihrer täglichen Arbeit gehören. „Ich möchte auf jeden Fall in der Pflege bleiben“, spricht sie ohne Zweifel über ihre Zukunft.
Es sei bemerkenswert, dass man diese Ausbildung schon mit 14 Jahren starten kann, meint die junge Frau. Die Zwanzigjährige ist eine der ersten Absolventinnen des neuen Schulschwerpunktes „Fachschule für Sozialberufe mit Pflegevorbereitung“ und arbeitete gleich nach dem Abschluss in einem Seniorenheim.
Die Ausbildung an der „caritas.schule“ beginnt direkt nach der Unterstufe. Nach neun Semestern sind die Schülerinnen und Schüler fit für die (Langzeit-)Pflege und Betreuung: als Pflegeassistenz und Fachsozialbetreuende, aber auch für medizinische Assistenzberufe und als Bürokauffrau/-mann. Derzeit besuchen vierzig Absolvierende den Schulschwerpunkt.
Die Ausbildung ist durch die Zusammenarbeit der beiden Schulen möglich und in Salzburg einzigartig. „Wir kombinieren hier unsere beiden Caritas-Schulen und können die Ausbildung dadurch schon nach der Unterstufe und mit Verkürzung um ein Semester anbieten. Die jungen Menschen werden bestens für diese besonders wichtige zukunftssichernden Berufe ausgebildet“, versichert Marion Mikenda, stellvertretende Direktorin der „caritas.schule“ für Wirtschaft und Soziales. „Unsere langjährige Erfahrung an den beiden Schulstandorten sowie die Verzahnung der Fachschule mit der Schule für Sozialbetreuungsberufe stehen für beste Chancen am Arbeitsmarkt.“ „Mit diesem Bildungsangebot können schon sehr junge Menschen die Reise in die Pflege- und Betreuungsberufe beginnen“, freut sich auch Johanna Harb, Direktorin der Schule für Sozialbetreuungsberufe. Infos zu den beiden Schultypen: www.caritas-salzburg.at
Kurt Sonneck, Direktor der Caritas Salzburg, sieht den Fachkräftemangel in Pflege und Betreuung als weiterhin „besorgniserregend“ und als große Herausforderung. „Deshalb brauchen wir verschiedenste Angebote, um Fachkräfte für die Arbeit mit Menschen auszubilden, sowohl für Pflege- als auch für Betreuungsberufe“, ist er überzeugt.
„Die Ausbildungen im Pflegebereich seien in Salzburg sehr vielfältig und so hätte man es in den vergangenen Jahren geschafft, dem akuten Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken“, erklärt Landesrätin Daniela Gutschi bei ihrem Lokalaugenschein.
Schülerinnen zeigen das Gelernte an der Pflegepuppe Charly.

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