Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Aktuelles
    • Weltkirche
      • Papst Leo XIV.
      • Papst Franziskus I.
    • Kirche in Österreich
    • Erzdiözese
      • 80 Jahre Rupertusblatt
        • Boten der Hoffnung
    • Forum Neues Leben
    • gott sei dank Magazin
  • Themen
    • Glaube & Kirche
      • Engelbert Kolland
      • Fastenserie
      • Mein Sonntag
      • Spirituelles
      • Serien
    • Menschen & Gesellschaft
      • Generationen: Familie, Kinder, Senioren
      • Gesellschaft & Soziales
      • Porträt
    • Kultur & Leben
      • Bildung
      • Kultur
      • Reisen & Pilgern
      • Gesundheit
      • Geschichte
  • Mein Sonntag
  • Mein Rupertusblatt
    • Leserservice
    • Vorteilsclub
  • AGBs
  • E-Paper
  • Abo
Wochenzeitung der Erzdiözese Salzburg
Topmenü:
  • E-Paper
  • Abo
Login
Suchen
hoher Kontrast
Hauptmenü:
  • Aktuelles
    • Weltkirche
      • Papst Leo XIV.
      • Papst Franziskus I.
    • Kirche in Österreich
    • Erzdiözese
      • 80 Jahre Rupertusblatt
        • Boten der Hoffnung
    • Forum Neues Leben
    • gott sei dank Magazin
  • Themen
    • Glaube & Kirche
      • Engelbert Kolland
      • Fastenserie
      • Mein Sonntag
      • Spirituelles
      • Serien
    • Menschen & Gesellschaft
      • Generationen: Familie, Kinder, Senioren
      • Gesellschaft & Soziales
      • Porträt
    • Kultur & Leben
      • Bildung
      • Kultur
      • Reisen & Pilgern
      • Gesundheit
      • Geschichte
  • Mein Sonntag
  • Mein Rupertusblatt
    • Leserservice
    • Vorteilsclub
  • AGBs
Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Ein vielseitiger und nachhaltiger Baumeister

Er hat das Stadtbild von Salzburg wie kaum ein anderer geprägt und verändert. Bekannt ist Santino Solari vor allem als Architekt des Salzburger Domes. Er verstarb am 10. April 1646.

15 ganze Ausgabe als ePaper lesen
Roland Kerschbaum

Schlösser, Profanbauten, Befes-tigungsanlagen, Kirchen und Brunnen, Rat gebender Baufachmann – alles gehörte zum Repertoire von Santino Solari. Vor genau 450 Jahren wurde er im ober-italienischen Verna in der Provinz Como geboren. Neben Johann Bernhard Fischer von Erlach hat wohl kaum ein anderer Architekt das Stadtbild von Salzburg so geprägt wie der vielseitige Baumeister Solari.


Herkunft und Ausbildung


Santino Solari stammte aus dem Intelvi-Tal, einem Hochtal zwischen Luganer und Comosee. Hier wurde er 1576 geboren. Diese Gegend ist die Heimat vieler berühmter Baumeister- und Stuckateurfamilien. Über seine Ausbildungszeit in Ober-italien ist wenig bekannt. Da er zeitlebens über gute Kontakte nach Rom verfügte, ist ein Aufenthalt in Rom durchaus im Bereich des Möglichen. 1600 taucht er erstmals in Graz und als Mitarbeiter von Sebastiano Carlone im Stift Seckau auf. Ab spätestens 1610 dürfte sich Santino Solari dauerhaft in Salzburg niedergelassen haben. Hier gab es in den späten Regierungsjahren von Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau viele Baustellen im Residenz- und Dombereich.


Hofbaumeister in Salzburg


Im Herbst 1612 scheint Solari in den Besoldungslisten des Erzstiftes Salzburg als Baumeister unter Erzbischof Marcus Sitticus Graf Hohenems auf. Bis zu seinem Tod im Jahr 1646 bekleidete er auch unter Erzbischof Paris Graf Lodron das wichtige Amt eines Hofbaumeisters. Er hatte dabei vielfältige Aufgaben zu bewerkstelligen. Es ging damals ja nicht nur um das Bauen von schönen Gebäuden, Palästen und Kirchen. Ein Großteil seines Wirkens fällt in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. So war es notwendig, die Stadt sowie Pässe und neuralgische Punkte des Landes mit starken Befestigungen zu versehen. Am 10. April 1646 starb der durchaus begüterte Solari mit 70 Jahren in Salzburg. Er wurde in der heutigen Gruft XXXI in St. Peter bestattet. Sie wird seit 1953 als Grablege für das Domkapitel genützt. 


Ein Schloss zum Beginn


Nach Vorplanungen wurde zwischen 1613 und 1615 das Lustschloss Hellbrunn südlich von Salzburg erbaut. Es ist das einzigartige und sehr frühe Beispiel einer „villa suburbana“. Hellbrunn ist in seinem Ensemble bis heute großteils erhalten geblieben. Vorbilder sind römische Landvillen, die der Erzbischof aus seiner Studienzeit in Rom gekannt hat. Besonders hervorhebenswert sind die Gärten mit ihren Grotten und Wasserspielen. Leider hat sich der „geistliche Lustgarten“ des Erzbischofs mit Einsiedeleien, Grotten und einem Kreuzweg nicht erhalten.

 


Der Dombau


Neben Neubauten wie der Marktkirche in Wagrain oder der Kirche am Obertauern sowie Erneuerungsarbeiten etwa in Hüttau, Radstadt oder Taxenbach ist Solari vor allem der Planer des neuen Doms. Hier ist der erste monumentale frühbarocke Kirchenbau nördlich der Alpen als Vorbild für viele Kirchenbauten entstanden. 1614 erfolgte durch Erzbischof Marcus Sitticus von Hohenems die Grundsteinlegung. Nach seinem frühen Tod 1619 setzte Erzbischof Paris Graf Lodron die Bauarbeiten fort. Er konnte den Dom am 25. September 1628 im Rahmen eines gro-ßen achttägigen Festes auf das Feierlichste einweihen. Der Dom war zwar liturgisch nutzbar, aber lange noch nicht fertig. Türme und Fassade waren unvollendet, im Inneren gab es viele Altarprovisorien. Erst nach Ende des Dreißigjährigen Kriegs wurde der Dom nach und nach vollendet. 1655 war die Fassade samt Türmen fertig. Die Innenausstattung folgte dann bis in die Zeit um 1675. 


Solari als Festungsbaumeister


Das Erzstift Salzburg gehörte in diesem schrecklichen Krieg aktiv keinem Militärbündnis an. Man beschloss aus Sicherheitsgründen Land und Stadt Salzburg – die Festung Hohensalzburg und die Stadtberge – schwer zu befes-tigen. Die Vorstadt Mülln erhielt einen Befestigungsring. Straßenzüge wurden mit Stadttoren geschlossen, die man Heiligen geweiht hat. Am rechten Salzachufer wurde der Befestigungsring über das Schloss Mirabell hinaus erweitert. Auch die Burgen, Schlösser, Städte und Märkte des Erzstiftes wurden ebenso wie die Passstraßen mit Befestigungsanlagen versehen, von denen heute allerdings wie in der Stadt Salzburg viele verschwunden sind.


Bauen für die Bildung


Neben Gebäuden für den Erzbischof, seine Familie und das Domkapitel plante und erneuerte Santino Solari auch Wirtschaftsgebäude wie den Salzstadel oder den Getreidekasten in der Griesgasse. Das ganze Universitätsviertel in der Hofstallgasse mit Sacellum und Aula verdankt sich wohl seiner planenden Hand. 1617 wurde hier das Gymnasium gegründet, das 1622 zur Universität erhoben worden ist.


Ein vielseitiger Baumeister


Santino Solari hat wie kaum ein anderer das Stadtbild von Salzburg geprägt und verändert. Sakral und profan, kirchlich und weltlich, das waren für ihn keine Gegensätze, sondern Ergänzungen. Er lebte wie wir heute in keiner ruhigen Zeit. Die Kriegsereignisse kamen bis zum Inn nahe an das Erzstift heran. Ganz zu schweigen von wirtschaftlichen Turbulenzen. Salzburg wurde zudem wellenartig immer wieder von Seuchen heimgesucht. Über diese Zeit reden die Steine bis heute, Steine, die Santino Solari geplant und geformt hat.

 

 

Aktuelles E-Paper

Ausgabe 15 |2026


nach oben springen

WOCHENZEITUNG DER ERZDIÖZESE SALZBURG

Kapitelplatz 6/3

5020 Salzburg

 

Telefon: 0662/8047-2030

FAX: 0662/8047-52030

E-Mail: rupertusblatt@eds.at

Meldungen veröffentlichen! Zur Anmeldung
Jetzt abonnieren! Alle Artikel im Ressort
  • facebook
  • YouTube
  • instagram
  • LinkedIn
  • E-Paper
  • Abo
  • Kontakt
  • Werbung
  • Impressum
  • AGBs
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheitserklärung ↗
Katholische Kirche - Erzdiözese Salzburg
nach oben springen