Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Aktuelles
    • Weltkirche
      • Papst Leo XIV.
      • Papst Franziskus I.
    • Kirche in Österreich
    • Erzdiözese
      • 80 Jahre Rupertusblatt
        • Boten der Hoffnung
    • Forum Neues Leben
    • gott sei dank Magazin
  • Themen
    • Glaube & Kirche
      • Engelbert Kolland
      • Fastenserie
      • Mein Sonntag
      • Spirituelles
      • Serien
    • Menschen & Gesellschaft
      • Generationen: Familie, Kinder, Senioren
      • Gesellschaft & Soziales
      • Porträt
    • Kultur & Leben
      • Bildung
      • Kultur
      • Reisen & Pilgern
      • Gesundheit
      • Geschichte
  • Mein Sonntag
  • Mein Rupertusblatt
    • Leserservice
    • Vorteilsclub
  • AGBs
  • E-Paper
  • Abo
Wochenzeitung der Erzdiözese Salzburg
Topmenü:
  • E-Paper
  • Abo
Login
Suchen
hoher Kontrast
Hauptmenü:
  • Aktuelles
    • Weltkirche
      • Papst Leo XIV.
      • Papst Franziskus I.
    • Kirche in Österreich
    • Erzdiözese
      • 80 Jahre Rupertusblatt
        • Boten der Hoffnung
    • Forum Neues Leben
    • gott sei dank Magazin
  • Themen
    • Glaube & Kirche
      • Engelbert Kolland
      • Fastenserie
      • Mein Sonntag
      • Spirituelles
      • Serien
    • Menschen & Gesellschaft
      • Generationen: Familie, Kinder, Senioren
      • Gesellschaft & Soziales
      • Porträt
    • Kultur & Leben
      • Bildung
      • Kultur
      • Reisen & Pilgern
      • Gesundheit
      • Geschichte
  • Mein Sonntag
  • Mein Rupertusblatt
    • Leserservice
    • Vorteilsclub
  • AGBs
Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

„Ich habe zwei Mütter und zwei Väter“

Friederike Weiser (l.) mit Adoptivtochter Barbara, die mittlerweile selbst dreifache Mutter ist­.
Friederike Weiser (l.) mit Adoptivtochter Barbara, die mittlerweile selbst dreifache Mutter ist­.

Zum jährlichen Muttertag haben sich neben den leiblichen Eltern auch die Adoptiv- und Pflegemütter Dankbarkeit und Wertschätzung verdient. Friederike Weiser zog in Thalgau sechs Kinder groß, darunter Adoptivtochter Barbara.

Thomas Manhart

Thalgau. Dass sie adoptiert ist, war nie ein Geheimnis. Entsprechend locker geht die heute 47-jährige Barbara Weiser mit ihrer Abstammung um: „Das  Thema war für mich nie ein Makel, ganz im Gegenteil. Ich habe immer gesagt, ich habe zwei Mütter und zwei Väter, und finde es eigentlich schön, mehrere Familien zu haben.“ Besonders amüsierte sie, dass die Thalgauer Nachbarskinder fast ein wenig beeindruckt von den zwei Pflege- und vier Adoptivkindern der Familie Weiser waren. Nach deren Besuchen meinten sie einmal zu ihren Eltern: „Die Weisers haben ihre Kinder so gern, dass sie sie adoptiert haben. Ihr müsst uns auch adoptieren.“

Im Zimmer gegenüber sahen wir zwei Kinder. Sie hielten sich durch die Gitterstäbe hindurch die Hände und weinten.

Einer der berührendsten Momente war die erste Begegnung mit den jüngsten Pflegekindern Mario und Enrico, die heute 36 und 37 Jahre alt sind. „Meine Eltern waren eigentlich mit uns im Heim, um ein anderes Kind zur Pflege aufzunehmen, aber da hieß es kurzfristig, es kommt wieder zur Mutter. Da hörten wir aus einem Zimmer gegenüber ein leises  Schluchzen und sahen zwei Kinder in hohen Gitterbetten. Sie hielten sich durch die Gitterstäbe hindurch die Hand und weinten. Auch bei weiteren Besuchen hielten sie sich immer an den Händen, wenn sie gemeinsam den Gang entlang gingen“, erinnert sich Barbara Weiser an jene Kinder, die später ihre Brüder werden sollten. „Es war zwar ein ziemlicher Kampf mit dem Heim und den Behörden, die Mario und Enrico trennen wollten, aber zu Weihnachten waren sie dann bei uns – und sind geblieben.“

 

Ein Kind gibt so viel zurück

 

Naturgemäß war die Rolle als Adoptiv- und Pflegemutter von zum Teil traumatisierten Kindern bisweilen herausfordernd, doch Friederike Weiser möchte die Zeit nicht missen: „Ich habe gemerkt, dass ich eine gewisse Fähigkeit habe, auch mit schwierigen Phasen der Kinder umzugehen, und habe diesbezüglich auch Fortbildungen gemacht. Aber letztlich geben Kinder immer so viel mehr zurück. Weil sie so frisch und fröhlich sind und auf das einsteigen, was du ihnen anbietest. Ein Kind war zum Beispiel autistisch, aber uns wäre nie der Gedanke gekommen, es bei Problemen wieder wegzugeben.“

 

Respekt für die Entscheidung 

 

Als Kernelemente ihrer Erziehung nennt Friederike Weiser eine gewisse Lockerheit: „Wir haben uns bemüht, die Kinder sich so entwickeln zu lassen, wie sie sind. Und wir haben von Anfang an darauf geschaut, den Kontakt zu den leiblichen Eltern zu halten. Das ist ganz wichtig und eine Frage der Achtung. Ich habe größten Respekt vor Menschen, die ihr Kind hergeben, damit es ihm woanders besser geht.“ Dass sie sich in diesem Punkt einig sind, unterstreicht Tochter Barbara Weiser mit ihren abschließenden Worten: „Ich bin auch meiner leiblichen Mutter sehr dankbar. Statt mich zur Adoption freizugeben, hätte sie genauso gut eine Abtreibung vornehmen können.“  

Aktuelles E-Paper

Ausgabe 19|2026


nach oben springen

WOCHENZEITUNG DER ERZDIÖZESE SALZBURG

Kapitelplatz 6/3

5020 Salzburg

 

Telefon: 0662/8047-2030

FAX: 0662/8047-52030

E-Mail: rupertusblatt@eds.at

Meldungen veröffentlichen! Zur Anmeldung
Jetzt abonnieren! Alle Artikel im Ressort
  • facebook
  • YouTube
  • instagram
  • LinkedIn
  • E-Paper
  • Abo
  • Kontakt
  • Werbung
  • Impressum
  • AGBs
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheitserklärung ↗
Katholische Kirche - Erzdiözese Salzburg
nach oben springen