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Was die Liebe trägt - Impulse zum Valentinstag

Der Valentinstag lädt dazu ein, über die Liebe nachzudenken: Was trägt sie im Alltag und was hält Beziehungen über viele Jahre lebendig?

07 ganze Ausgabe als ePaper lesen
Daniela Pfennig
Redakteurin
daniela.pfennig@eds.at

Für Elisabeth und Martin Oberhauser aus Ellmau ist Liebe weit mehr als ein Gefühl für besondere Tage. Das Ehepaar, Eltern von vier Kindern, im Glauben verwurzelt und frisch ausgebildete Familienassistenten, ist überzeugt: Liebe braucht Pflege – jeden Tag.

 

Kleine Zeichen schaffen Nähe

 

Was ihre Beziehung trägt, beschreiben die beiden klar: gegenseitige Wertschätzung und bewusst gestaltete gemeinsame Zeit – als Paar und als Familie. Gerade im oft dichten Familienalltag seien kleine Zeichen der Aufmerksamkeit entscheidend. Kurze Auszeiten zu zweit, liebe Nachrichten zwischendurch oder ein kurzer Anruf während des Tages können Nähe schaffen. Auch Zeiten des Getrenntseins gehören für sie dazu: Wenn Martin beruflich einige Tage unterwegs ist, wächst die Vorfreude auf das Wiedersehen. „Man spürt erst richtig, wie wichtig einem der andere ist, wenn man ihn nicht jederzeit um sich hat“, sagen sie.

 

Man spürt erst, wie wichtig einem der andere ist, wenn man ihn nicht jederzeit um sich hat.

 

 

Ehe an erste Stelle setzen

 

Damit Liebe frisch bleibt, braucht es ihrer Ansicht nach vor allem eine gemeinsame Entscheidung: die Ehe an erste Stelle zu setzen – noch vor Kindern, Hobbys oder äußeren Verpflichtungen. Ebenso wichtig sei es, im Gespräch zu bleiben und alle Themen ernst zu nehmen. „Was für den einen nebensächlich wirkt, kann für den anderen große Bedeutung haben“, betont Martin Oberhauser.
Der Valentinstag ist für das Paar daher kein einmaliger Höhepunkt im Jahr, sondern ein Anlass zur Reflexion: „Was schätze ich an meinem Partner? Sage und zeige ich ihm das auch?“, bringt Elisabeth Oberhauser es auf den Punkt. Kleine Gesten der Zuneigung bewusst zur Gewohnheit zu machen – ein Gute-Nacht-Kuss oder ein tägliches Telefonat auf dem Heimweg – stärke die Beziehung nachhaltig.
Ganz konkret zeigt sich Wertschätzung für sie im Alltag: Martin freut sich, wenn Elisabeth ihn aktiv in Erziehungsfragen einbindet und ihm Zeit allein mit den Kindern zutraut. Elisabeth wiederum schätzt es, wenn Martin ein offenes Ohr für ihre kleinen Sorgen hat – und wenn er sich untertags meldet, um einfach zu fragen, wie es ihr geht. Beide sind überzeugt: Den Partner auch bei Vorhaben zu unterstützen, die einem selbst nicht wichtig erscheinen, und bewusst auf Ablenkungen wie Fernsehen zu verzichten, schafft Raum für echte Gespräche und Nähe.


In die Beziehung investieren

 

Als häufige Stolpersteine in Ehen beobachten die Oberhausers, dass anderes wichtiger wird als der Partner oder dass sich Paare durch unterschiedliche Rollen im Alltag auseinanderleben. Ihr Rat: miteinander reden und bewusst in die Beziehung investieren – auch durch „Fortbildungen“ für die Ehe. Das war ihre Motivation für die Ausbildung zu Familienassistenten. Sie erlebten diese Zeit als Stärkung für Ehe und Familie, lernten die Lehre der Kirche kennen, Entscheidungen gemeinsam zu treffen und dafür einzustehen, klare Aussagen zu machen – auch gegenüber den Kindern – und als Paar und Familie gemeinsame Ziele zu formulieren. Zudem setzten sie sich mit Texten wie „Amoris Laetitia“ und „Familiaris Consortio“ auseinander.
Nun möchten sie andere Paare ermutigen, das Leben einfacher zu halten, den Blick auf das Wesentliche zu richten und „die kleinen Dinge mit großer Liebe“ zu tun. Denn Liebe, so betonen sie, „ist eine Entscheidung – jeden Tag aufs Neue. Eine Entscheidung, für die es sich lohnt, Krisen durchzustehen.“

 

Liebe ist eine Entscheidung – jeden Tag aufs Neue. Für sie lohnt es sich, Krisen durchzustehen.

 

Martin und Elisabeth Oberhofer aus Ellmau

Elisabeth und Martin Oberhauser aus Ellmau

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