Ein hochkarätig besetztes Symposium in St. Virgil widmete sich grundlegenden ethischen Fragestellungen. Allen voran, wie sich universelle Werte und die Einzigartigkeit jedes Menschen miteinander verbinden lassen – ein Thema, das
eng mit der Biografie und dem Denken des Jubilars verknüpft ist. Zum Austausch kamen zahlreiche namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus Philosophie und Theologie zusammen. Eröffnet wurde die Tagung von den Organisatoren Chris-tian Lagger, Präsident des Internationalen Forschungszentrums für soziale und ethische Fragen (ifz) und Geschäftsführer der Elisabethinen Graz, sowie Clemens Sedmak, Vizepräsident des ifz und Universitätsprofessor in den USA. Die beiden spannten einen biografischen Bogen zum Jubilar und zum Tagungsthema. „Das Verhältnis von Allgemeinem, Besonderem und Einzigartigem lasse sich anhand der Lebensgeschichte von Erzbischof Franz Lackner verdeutlichen“, betonte Lagger. Die Frage, wie ein „Sohn armer Leute“ Franziskaner und schließlich Erzbischof werden konnte, sei eng mit dem Themenkomplex der Tagung verwoben. Zudem verwies er auf grundlegende heilsgeschichtliche Fragestellungen, an die Sedmak aus sozialethischer Perspektive anknüpfte.

Erzbischof Franz Lackner (Mitte) mit Christian Lagger (l.), Präsident Internationales Forschungszentrum für soziale und ethische Fragen (ifz), und Clemens Sedmak, Vizepräsident des ifz.
Zu den Referierenden zählten außerdem Emmanuel Bauer OSB, Małgorzata Bogaczyk‑Vormayr, Reinhold Esterbauer, Michael Fuchs, Tobias Hoffmann, Julia Inthorn, Bruno Niederbacher SJ, Joachim Söder und Cornelia Stefan, die unterschiedliche Perspektiven auf zentrale ethische Fragen einbrachten.

Erzbischof Franz Lackner in seiner Ansprache: Dankbar für das Geschenk des Lebens und der Berufung.
Zum Fest des heiligen Johannes des Täufers am 24. Juni feierte Erzbischof Franz Lackner einen Dankgottesdienst im Salzburger Dom. Mit dabei waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Religion, Politik und Gesellschaft, Ordensbrüder, langjährige Weggefährten, über 50 Priester, Diakone und Pastoralassistenten sowie zahlreiche Gläubige. Sie alle würdigten das Wirken des Erzbischofs und seinen Dienst als Hirte. Lackner selbst sprach von seiner Berufung als „größte Überraschung Gottes“: „Der Ruf ergeht – und man geht.“ Es wurde sichtbar, wie eng Denken und Glauben, Reflexion und gelebte Praxis in Lackners Wirken verbunden sind.


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