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Heilige Erentrudis: Eine Lichtgestalt des Glaubens

Die heilige Erentrudis schenkt Salzburg weiblichen Schutz. Sie ist Landesmutter, zweite Diözesanpatronin und zweite Landespatronin. Ihr Gedenktag ist der 30. Juni. Eine neue Broschüre fasst mögliche Gestaltungselemente für den 
Erentrudis-Sonntag zusammen.

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Monika Hölzl

Das Bild, das die erste Seite des neuen Feierbehelfs für die heilige Erentrudis ziert, trägt den Namen „Im Licht verwurzelt“. Die Salzburger Künstlerin Monica Argentino hat dafür nicht nur Farben, sondern auch Materialien wie Holz, Metall, Sand, Stoffe, Seiten aus Gebetsbüchern und Kerzenwachs verwendet. „Sie war ein Vorbild für Frauen, ich wollte ihre Figur mit allem, was sie gemacht hat, ins Bild bringen.“ Holz, Metall, Sand, sowie die verwendeten Erdtöne im unteren Teil des Werkes stehen für die Künstlerin für die Verwurzelung der Heiligen in Natur und Leben, aber auch für das Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und einem Leben nach strengen Regeln. Herausgerissene Seiten aus Gebetsbüchern spiegeln ihren Einsatz für Bildung von Frauen und die Liebe zur Musik wider. Teile aus getragenen Kleidern symbolisieren die alltägliche Arbeit in Stille und die Barmherzigkeit der Heiligen. 
Aus dem Boden wächst eine Lichtsäule mit hellen Tönen und echtem Gold in die Höhe. „Ich habe hier warmes Wachs auf die Leinwand rinnen lassen, das ist für mich ein Symbol für Kirche, Gebet, Stille und Anbetung“, sagt Argentino. Metallseile von unten nach oben verleihen dem Werk Spannung. 
Eigentlich ist Monica Argentino als Songwriterin bekannt. Doch mit dem Auftrag für ein Bild zur heiligen Erentrudis konnte sie einmal mehr ihre Gefühle auch in der Malerei visuell darstellen. „Mich hat beim Arbeiten ihre Persönlichkeit sehr fasziniert. Erentrudis war auch ein bisschen rebellisch, sie wollte etwas bewirken und sie konnte dank ihrer Barmherzigkeit Menschen nehmen, wie sie waren.“ 

 
Broschüre als Baukasten


Im Inneren der Broschüre finden sich Vorschläge für eine Statio, ein Gebet, eine Litanei, Fürbitten, ein Erentrudislied, ein Gedicht, eine Andacht und eine Beschreibung des Erentrudis-Ordens, den die ehemalige Ordinariatskanzlerin Elisabeth Kandler-Mayr initiiert hat. 
Für die Broschüre haben Birgit Esterbauer-Peiskammer, Fachbereichsleiterin „Glaube und Feiern“ und Dominik Elmer, Fachbereichsleiter „Gemeinde und Innovation“ der Erzdiözese Salzburg eng zusammengearbeitet. „Wichtig war uns, dass die liturgischen Texte des letzten Sonntags im Juni erhalten bleiben“, sagt Birgit Esterbauer-Peiskammer. Die Broschüre sei als Baukasten konzipiert, die Elemente können am Erentrudis-Sonntag im Gottesdienst einen Schwerpunkt setzen oder für verschiedene Erentrudis-Feste verwendet werden. „Der Erentrudis-Sonntag soll einen Platz im Kalender haben. Wir laden dazu ein, sich an diesem Tag von der Heiligen inspirieren zu lassen“, sagt Dominik Elmer.

 

Kostenlose Bestellung/Download: www.edsbg.at/seelsorge/liturgie

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Ausgabe 26 | 2026


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