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Die Österreichische Bischofskonferenz hat Erzbischof Franz Lackner erneut zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Der Salzburger Erzbischof steht seit Juni 2020 an der Spitze der Bischofskonferenz. Zum stellvertretenden Vorsitzenden der Bischofskonferenz wurde auch wieder der Linzer Bischof Manfred Scheuer gewählt. Das wiedergewählte Führungsduo Lackner–Scheuer steht somit für die nächsten sechs Jahre an der Spitze des heimischen Episkopats.
Der Vorsitzende leitet laut Statut die Vollversammlung der Bischofskonferenz, die er zuvor einberufen und mit Unterstützung des Generalsekretärs vorbereitet hat. Seine Aufgabe ist nach innen mehr die eines Moderators unter den Bischöfen, gleichzeitig ist er nach außen Stimme und Gesicht des österreichischen Episkopats. Weil zu seinen Kompetenzen auch die Beziehungen zwischen Kirche und Staat gehören, hat der jeweilige Vorsitzende der Bischofskonferenz real ein großes Gewicht in der österreichischen Kirche. Als Metropolit steht Erzbischof Lackner an der Spitze der Salzburger Kirchenprovinz, zu der die Diözesen Feldkirch, Innsbruck, Gurk-Klagenfurt, Graz-Seckau und die Erzdiözese Salzburg gehören.
Nach der Wahl betonten die beiden, dass sie innerkirchlich den Weg der Synodalität nach Kräften beibehalten und die Stimme der katholischen Kirche im gesellschaftspolitischen Diskurs zur Geltung bringen wollen. Beide sprachen sich dafür aus, das Gespräch mit allen politischen Parteien zu suchen.
Aufgabe der Kirche sei es, die Gottesfrage zu stellen, die Menschen von heute mit Gott in Verbindung zu bringen und Orientierung zu bieten. Ein gesellschaftspolitisches Thema, das Lackner besonders am Herzen liegt, ist neben dem Einsatz für die Armen und Ausgegrenzten und den Frieden auch der Schutz des Lebens vom Anfang bis zum Ende. Scheuer betonte auch die besorgniserregende Entwicklung, dass immer mehr Menschen – jung und alt – unter Einsamkeit leiden würden. Auch psychische Erkrankungen seien im Steigen, warnte der Linzer Bischof. kap
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