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Im Innergebirg kann die Caritas Salzburg nun speziell Frauen noch intensiver beraten, begleiten und unterstützen. „Das Projekt ‚Horizont‘ setzt genau dort an, wo viele Frauen im ländlichen Raum Salzburgs besonders gefährdet sind, in Armut zu geraten“, erklärt Andrea Schmid, Direktorin der Caritas Salzburg. „Das führt zu finanzieller Unsicherheit und erschwert es ihnen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Typische Herausforderungen der Frauen können sein: Betreuungspflichten, geringe Qualifikation, atypische Beschäftigung, Langzeitarbeitslosigkeit oder Wiedereinstieg. Als Drehscheibe möchte die Caritas interne sowie externe Netzwerke nutzen, um die Situation von Frauen in Not nachhaltig zu verbessern – von Gesundheit bis hin zu Finanzen.
Besonders am Projekt sind vor allem die längerfristige Begleitung über ein Jahr und das Mobile Case-Management, bei dem Termine dort stattfinden, wo es für die Frauen am besten passt. 14 Frauen werden bereits begleitet. „Unsere Beratung und vor allem nachhaltige und längerfristige Begleitung gibt Frauen die Unterstützung und Ressourcen, die sie brauchen, um wieder Perspektiven zu entwickeln. „Horizont“ schließt damit eine Lücke an flexiblen, mobilen und ganzheitlichen Unterstützungsangeboten in der Soziallandschaft der Region Innergebirg“, so Andrea Schmid.
Die ganzheitliche Begleitung erfolgt über zwölf Monate direkt vor Ort – bei Bedarf auch in den eigenen vier Wänden. Dieses mobile Case-Management bringt Beratung direkt in die Lebenswelt der Frauen und überwindet so gezielt soziale und geografische Barrieren. Arbeitsmarktorientierte Angebote wie persönliches Profiling, Bewerbungscoaching, Exkursionen und Qualifizierungsberatung unterstützen den Einstieg oder Wiedereinstieg in das Berufsleben. Ergänzend werden Workshops zu den Themen Finanzen, Recht, Gewaltprävention, Rollenbilder und berufliche Perspektivenentwicklung angeboten.
„Nach einem Monat Anlaufzeit und den ersten Beratungen geht das Projekt nun in die zweite Phase“, erklärt Projektleiterin Melanie Benedikt. „Wir ergänzen das Angebot nun mit vielfältigen digitalen Formaten wie einer E-Learning-Plattform, Videos, Podcasts sowie Online-Beratung via Chat, Telefon und Video. Ein besonderer Fokus liegt auch auf dem Aufbau von Gemeinschaft: Workshops, Themenabende und Peer-Gruppen fördern den Austausch und helfen Isolation zu überwinden. Gleichzeitig ermöglicht eine flexible Kinderbetreuung die Teilnahme auch für Frauen mit Betreuungspflichten, die Übernahme von Fahrtkosten erleichtert die Teilnahme.
Der Zugang zum Projekt erfolgt über Weitervermittlung durch die Bezirkshauptmannschaften, Vermittlung über Caritaszentren, Lerncafés, Pfarren und mobile Dienste oder über das AMS sowie Netzwerkpartnern. Die Frauen können sich auch selbst melden und sich für das Projekt anmelden.
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