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Herz-Jesu-Fest hat in Tirol einen festen Platz

Ein Fest mit tiefer Bedeutung für Tirol – und nach dem Gottesdienst ist zumeist noch nicht Schluss.
Ein Fest mit tiefer Bedeutung für Tirol – und nach dem Gottesdienst ist zumeist noch nicht Schluss.

Wenn in Tirol das kirchliche Herz-Jesu-Fest gefeiert wird, handelt es sich um einen Feiertag des Glaubens, der Gemeinschaft und der historischen Erinnerung.

Die Wurzeln des Fests reichen bis ins Jahr 1796 zurück. Damals legten die Tiroler Landstände am 1. Juni in Bozen das berühmte Herz-Jesu-Gelöbnis ab. In einer Zeit großer politischer Unsicherheit vertrauten sie das Land dem Schutz des Heiligsten Herzens Jesu an. Je nach Region wird das Fest heute am Herz-Jesu-Sonntag (heuer der 14. Juni) oder Herz-Jesu-Freitag (12. 6.), eine Oktav nach Fronleichnam, begangen. 

 

Eine besondere Bedeutung erhielt das Fest durch den Freiheitskämpfer Andreas Hofer. Nach dem Sieg der Tiroler Aufständischen in der ersten Bergisel-Schlacht am 25. Mai 1809 erklärte Hofer den Herz-Jesu-Sonntag zum Tiroler Landesfeiertag. „Seitdem begehen wir Tiroler Schützen dieses Fest als unseren Standestag“, erklärt Christian-Georg Hopfensperger, langjähriger Bildungsoffizier eines Schützenbataillons im Bezirk Kitzbühel. Den traditionellen Gottesdienst feiern alle mit, von den Vereinen bis zur Gemeindevertretung, inklusive festlicher Beflaggung der Häuser. 

 

tru/red

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Ausgabe 39 | 2026


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