Ausschlaggebend dafür ist der große Reichtum an Kapellen und Bildstöcken im Pfarrgebiet, die man über die Jahre hinweg abwechselnd einbezieht. Zudem handelt es sich um eine gewachsene Tradition, die weitergeführt und behutsam ausgebaut wird – heuer etwa mit einer Maiandacht in einer im Vorjahr errichteten und eingeweihten Kapelle. Für Pastoralassistentin Mona Mráz ist dabei ein Gedanke zentral: „Wir kommen zu euch – in eure Nähe – zu euren Orten, die euch etwas bedeuten.“ Die Feiern im Freien eröffnen neue Chancen, Menschen zu erreichen, die mit klassischen Gottesdiensten in der Kirche wenig anfangen können. „Vertraute Orte senken die Schwelle, sich einzulassen. Wo es möglich ist, laden wir danach zur Begegnung bei einer Agape. Das genießen die Mitfeiernden und bleiben länger“, so Mona Mráz. Unterschiedliche Gestaltungsformen – von traditionell bis modern – ermöglichen vielfältige Zugänge zur Marienverehrung. „Unsere Maiandachten basieren immer auf einem Symbol, das uns der Figur, dem Vorbild Maria sowie ihrer Stärke und ihrer tiefen Liebe näherbringen will. Ob Kaktus oder Schirm – es war schon vieles dabei“, gibt Mráz einen Einblick.

Ich wünsche mir, dass viele durch Maiandachten Maria als Wegbegleiterin, Ratgeberin und Trösterin erfahren.
„Ich hatte lange meine Schwierigkeiten mit Maria. Das Bild der gehorsamen Frau und Mutter, das mir vermittelt wurde, konnte ich nicht mit meinem Leben verbinden. Umso dankbarer bin ich, dass ich Maria neu entdecken durfte: als starke Frau mit Ecken und Kanten, getragen von einer Liebe, die weit und offen ist. In unseren Maiandachten wünsche ich mir, dass Menschen Maria als Wegbegleiterin, Ratgeberin und Trösterin erfahren.“
Mona Mráz Pfarrassistentin im Pfarrverband Angath-Angerberg-Mariastein
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