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50 Jahre St. Virgil: Den Menschen fehlt vielfach das Miteinander

Der „Hausherr“ von St. Virgil: Direktor Jakob Reichenberger  neben einem grafischen Entwurf des Bildungszentrums.
Der „Hausherr“ von St. Virgil: Direktor Jakob Reichenberger neben einem grafischen Entwurf des Bildungszentrums.

Direktor Jakob Reichenberger sieht das heuer 50 Jahre alte Bildungszentrum St. Virgil als Seismographen, der gesellschaftliche Entwicklungen wahrnimmt.

Thomas Manhart

RB: Gratulation zu 50 Jahren. Was war in Ihren Augen die Motivation zur Gründung von St. Virgil 1976?
Jakob Reichenberger: In der Zeit nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil herrschte eine gewisse Aufbruchstimmung. Der Gedanke war: Wir brauchen etwas, um die katholische Bevölkerung zu bilden, sie in ihrem Glauben zu emanzipieren und zugleich die persönliche Entwicklung im Fokus zu haben. Ganz früh kamen dann auch die Themen Frauenbildung, um Frauen in ihren Anliegen zu stärken, und der interreligiöse Dialog. Also nicht „Christen reden über andere Religionen“, sondern „Christen reden mit anderen Religionen“. In beiden Bereichen war St. Virgil ein Stück weit Vorreiter.  

 

Was wird gebraucht?

 

RB: Und was zeichnet das Bildungszentrum heute aus?
Reichenberger: Wir schauen, was braucht es kirchlich und was braucht es gesellschaftlich. Mir gefällt für unsere Arbeit der Begriff des „Seismographen“, der gesellschaftliche Entwicklungen wahrnimmt und dazu Programme (mit)entwickelt, so wie zum Beispiel bei der Armutskonferenz. Uns für die Gesellschaft einzusetzen und dieses Ansinnen  mit Bildung zu unterstützen, das ist der Anspruch an uns selbst.

 

Reden, zuhören, streiten

 

RB: Ein solcher Anspruch von St. Virgil ist es ja auch, gesellschaftliche Gräben zu überbrücken. Wo sehen Sie da die größte Herausforderung?
Reichenberger: Aus meiner Sicht ist das Riesenthema, das uns momentan überall betrifft, dieses fehlende Miteinanderreden und dieses Vereinzeln von Meinungen. Auch mal zu streiten, sich aber trotzdem in die Augen schauen zu können und auf einer menschlichen Ebene Freunde zu bleiben und den Frieden zu wahren. Das kennt jeder von uns – von der Familienfeier bis zur politischen Diskussion. Das treibt uns sehr um. Da schauen wir als St. Virgil genau hin, greifen Themen auf und bieten Gesprächsorte. Wir fördern Dialogformate, wo es darum geht, mit Menschen aus unterschiedlichen „Bubbles“ gemeinsam an einem Tisch zu sitzen und sich einfach einmal gegenseitig zuzuhören.

 

RB: Wie schwer oder leicht fällt es, neben  Bildung und Begegnung auch das dritte Kernelement – die Besinnung – hochzuhalten?
Reichenberger: Spiritualität ist für uns etwas, das Wurzeln gibt, das Kraft gibt – eine wesentliche Komponente des Menschseins. Wir versuchen, im christlichen Kontext von der Kontemplation bis zu anderen Formen eine gute Bandbreite abzubilden und sehen die Erwachsenenbildung auch als Teil eines pastoralen Wirkens. Wie in unserer Kapelle Jesus die Emmaus-Jünger begleitet, wollen auch wir die Menschen in einem Leben voller Höhen und Tiefen begleiten und über die Bildung Perspektiven bieten: im Geiste der „Solidarischen Karawane“ von Papst Franziskus, wo Kirche sozusagen auf dem Weg mit der Menschheitsfamilie unterwegs ist.

 

Wohlfühlort statt Hektik

 

RB: Gibt es ein Geheimnis des Erfolges? Etwas das St. Virgil besser macht als andere Zentren?
Reichenberger: Ich würde es nicht werten. Wir sind in der Erwachsenenbildung sehr gut mit anderen Partnern vernetzt, sind sehr gut im Zusammenarbeiten und haben obendrein diesen wunderschönen Ort. Der ermöglicht es Menschen, die zu uns kommen, ein wenig aus dem eigenen Alltag auszusteigen und sich Dingen zu öffnen, die in der Hektik oft untergehen. Es ist wohl am ehesten unser Gesamtpaket mit einem ausgezeichneten Bildungsteam mit unterschiedlichen Kompetenzen an einem Wohlfühlort.  

 

Erlebnis der Gemeinsamkeit

 

RB: Digitale Lernangebote boomen. Was kann analoge Bildung, was Online-Formate nicht leisten?
Reichenberger: Ich glaube, es ist ein Sowohl-als-auch. Auch wir setzen auf Online-Formate, gerade in Lehrgangsbereichen, wo Menschen Zeit und Ressourcen schonen müssen. Das ist eine Riesenchance, die wir zu nutzen versuchen. Zugleich sind wir dieser Präsenzort, wo man wieder zusammenkommt, um vielleicht auch das online Gelernte gemeinsam zu reflektieren. Um das Wissen mit Expertinnen und Experten zu verfestigen. Um im Gespräch zu bleiben und miteinander zu lernen. Menschen, die zu uns kommen, suchen dieses Erlebnis der Gemeinsamkeit – im Seminar, beim Mittagessen oder auch bei einem Spaziergang im Park. Dass es Orte wie diesen gibt, wird auch in Zukunft wichtig sein. 

In der Gesellschaft gibt es einen Wissensverlust, dem wir mit Bildungsangeboten begegnen. Damit uns nicht jede Thematik sofort aus der Bahn wirft.

RB: Welche Kompetenzen werden die Menschen in den nächsten Jahren am dringendsten brauchen – und wie bereitet sie St. Virgil darauf vor?
Reichenberger: In vielen Lebensbereichen ist zu beobachten, dass uns durch soziale Veränderungen gesellschaftliche „Lernfelder“ verloren gegangen sind. Was man früher vielleicht im Familienverband mit Oma, Opa und Enkelkindern in einem Haus gelernt hat, dieses „Erfahrungslernen“, ist in Zeiten der Single-Haushalte nicht mehr so verbreitet. Wie geht man mit Trauer um? Wie damit, wenn ein Kind krank ist? Das ist ein Wissensverlust, dem wir mit Bildungsangeboten begegnen, um Menschen auf die unterschiedlichsten Lebenssituationen – auch präventiv – vorzubereiten. Damit uns nicht jede Thematik sofort aus der Bahn wirft.

 

RB: Wie würden Sie jemandem, der es nicht kennt, mit wenigen Worten St. Virgil beschreiben?
Reichenberger: Mit der Rückmeldung einer Kursteilnehmerin. Eine Ärztin aus dem Palliativbereich sagte einmal zu mir: „Ich weiß nicht, was es ist. Ich komme nach St. Virgil und da ist auf einmal eine andere Kraft da.“ Diese Kraft bewegt viel. Sie lässt Menschen gestärkt wieder rausgehen. 

 

 

Erwachsenenbildung in all ihren Facetten

 

Im Bildungszentrum St. Virgil unter der Trägerschaft der Erzdiözese Salzburg wurden in 50 Jahren viele Initiativen gestartet und unterstützt, die heute aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken sind. Aktuell locken die jährlich 1.200 Veranstaltungen rund 30.000 Gäste an, darunter 14.000 Nächtigungsgäste. Organisiert und umgesetzt wird das alles von einem 65-köpfigen Team.

 

 

„Leuchtturm“-Projekte und -Kooperationen aus 50 Jahren – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:  
 – Mit der ersten Armutskonferenz wurde 1995 ein österreichweites Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung gegründet (alle zwei Jahre).
 – Das Thema Emanzipation von Frauen war von Anbeginn eine wesentliche Säule der Bildungsarbeit in St. Virgil: vom Programmschwerpunkt „betrifft:frauen“ bis hin zum Frauensalon, der im Juni zum 45. Mal stattfindet.
 – Mit der Down-Syndrom-Österreich-Tagung unterstützt St. Virgil seit 2003 ein Bildungsformat, bei dem Betroffene, Angehörige und Fachleute zu Wort kommen. Die Tagung ist mit bis zu 500 Teilnehmenden die größte Veranstaltung im Haus.
 – Ein Schwerpunkt ist die Entwicklung von interprofessionellen Universitätslehrgängen in sensiblen Lebensbereichen, darunter ein Lehrgang für den interreligiösen Bereich (2002), Palliative Care (2006), Migrationsmanagement (2007), der erste österreichische Masterlehrgang Elementarpädagogik (2014) sowie Early Life Care (2016).
 – Ein stark wachsendes Segment sind Netzwerktagungen zu gesellschaftlich relevanten Themen, darunter Einsamkeit, KI, zunehmende gesellschaftliche Polarisierung oder der Umgang mit dem Tod.
 – Unverändert im Fokus ist das Individuum: Das Bildungszentrum St. Virgil schafft und gestaltet permanent Angebote, die für Menschen in der Bewältigung ihrer alltäglichen Lebenssituationen hilfreich sein können (etwa in der Rubrik „Lebenswege“) und sie dabei unterstützen, „ihre Energie wieder aufzuladen“.

 

 

Feier und Ausstellungen
  
Zum 50. Geburtstag lädt das Bildungszentrum St. Virgil (Ernst-Grein-Straße 14, Salzburg) am Donnerstag, 30. April, zum Festakt für geladene Gäste sowie ab 19.30 Uhr zu einer Feier für alle bei freiem Eintritt ein. Dabei werden unter dem Motto „Ein Kaleidoskop der Visionen“ vier Ausstellungen eröffnet, von Highlights aus der Kunstsammlung von St. Virgil und von bedeutenden österreichischen Künstlern bis hin zur Entstehung des Bildungszentrums (Wilhelm Holzbauer „Von der Idee zur Ausführung“). Mehrere musikalische Performances werden Feierstimmung verbreiten.

 

Kardinal Franz König (1905–2004) und Erzbischof Karl Berg (1908–1997) bei der Begutachtung eines Modells von St. Virgil.

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Ausgabe 18 |2026


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