Im großen Hörsaal der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg zeigte der frühere Philosophieprofessor und Franziskanerprovinzial Franz Lackner auf, dass ihn das franziskanische Denken bereits seit seiner Studienzeit begleitet. Er spannte einen Bogen von mittelalterlichen Denkern wie Johannes Duns Scotus bis hin zur gelebten Spiritualität im Alltag. Unter den Zuhörenden waren zahlreiche Studierende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft.
Der Franziskaner in mir ist in nunmehr 23 Jahren als Bischof etwas in den Hintergrund getreten, er ist jedoch stets präsent.
Salzburgs Erzbischof Franz Lackner
„Der Franziskaner in mir ist in nunmehr 23 Jahren als Bischof etwas in den Hintergrund getreten, er ist jedoch stets präsent“, sagte der Salzburger Erzbischof. Er sprach über persönliche Erlebnisse ebenso wie über philosophische Gedanken. Er betonte, dass große franziskanische Theologen wie Bonaventura oder Duns Scotus ihre Theologie immer aus dem gelebten Ordensalltag heraus entwickelt hätten. Unter dem Leitwort „primum vivere, deinde philosophari“ – zuerst leben, dann philosophieren – werde deutlich, dass Denken und Theologie aus dem Leben erwachsen müssten. Das regelmäßige Lesen der Schriften des heiligen Franziskus habe eine Haltung der Dankbarkeit und des Vertrauens geprägt, die bis heute wirke. Dieser Zugang, so der Erzbischof, präge auch sein Wirken in der Erzdiözese Salzburg. Das Leitwort der Erzdiözese Salzburg „Unser Glaube – Gott überrascht!“ bringe eine offene Haltung zum Ausdruck, die letztlich auf Gottes Handeln vertraue.
Vorträge zeigen Aktualität
Zum 800. Todesjahr des heiligen Franz von Assisi widmet ihm die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Franziskanerkloster, unterstützt von Pro Oriente Salzburg, eine Vortragsreihe. Sie unterstreicht die bleibende Aktualität seiner Botschaft von Frieden, Geschwisterlichkeit und Einfachheit.
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Weitere Vorträge dieser Reihe:
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