Was gibt Halt im Leben – und was macht gute Führung aus? Fragen wie diese stehen im Zentrum zweier Lehrgänge der Österreichischen Ordensgemeinschaften, die ab Herbst starten. Diese greifen auf einen reichen Erfahrungsschatz zurück: die Spiritualität und Lebenspraxis der Orden.
Der zweijährige Lehrgang „glauben und leben – Spuren und Wurzeln des Christlichen“ richtet sich an Menschen, die ihren Glauben vertiefen und zeitgemäß gestalten wollen. In acht Kurswochenenden setzen sich die Teilnehmenden mit zentralen Themen auseinander – von den Grundlagen von Religion und Spiritualität über die Person Jesu bis hin zu Fragen von Leid, Liturgie und christlicher Lebenskultur.
Neben inhaltlichen Impulsen prägen gemeinsames Gebet, Reflexion und Austausch den Weg. Schwester Christine Rod, Generalsekretärin der Ordenskonferenz und Kursbegleiterin, betont: „Christlicher Glaube ist Botschaft, Lebensgewissheit und Lebenskultur. Er könne Halt, Sinn und Richtung geben; kann sich entwickeln, reifen, ist zum Ausprobieren da.“ Es gehe nicht um fertige Antworten, sondern um einen persönlichen Weg, der Raum für Entwicklung lässt. Für die Ordensfrau ist es eine Einladung zum Reflektieren, zum Fragen, zum Selber-Denken auf einem christlichen Fundament. Sie ist überzeugt, dass es viel Erprobtes aus dem Ordensleben gibt, das den Alltag beglücken kann.
Der Lehrgang tut mir gut – für Kopf und Seele.

Lehrerin Anna Voronina konnte viele Impulse für ihren Alltag mitnehmen.
Das bestätigt Teilnehmerin Anna Voronina. Die Lehrerin am Salzburger Privatgymnasium der Herz-Jesu-Missionare sieht vieles heute aus einer neuen Perspektive: „Besonders wichtig war für mich, Menschen kennen zu lernen, die ähnlich denken wie ich. Dabei erlebte ich eine sehr offene und vertrauensvolle Atmosphäre. Das Thema ‚Beruf und Berufung‘ – auch der Jahresschwerpunkt an unserer Schule –hat mich angesprochen. Viele Impulse kann ich direkt in meinen Alltag mitnehmen. Der Lehrgang tut mir gut – für Kopf und Seele.“
Der Lehrgang „führen und leben“ richtet sich an Führungskräfte, die ihre Rolle reflektieren und aus christlicher Tradition heraus weiterentwickeln möchten. In vier Modulen begegnen die Teilnehmenden Ordensgemeinschaften und deren gewachsenen Strukturen – von benediktinischer Stabilität über ignatianische Entscheidungsfindung bis hin zu sozialen Organisationsformen.
Vieles nutzt sich ab, wenn man ein Führungsamt länger bekleidet. Neue Impulse tun immer gut.

Direktor Peter Porenta ist vom Lehrgang „führen und leben“ begeistert.
Das Privatgymnasium der Herz-Jesu-Missionare in Salzburg setzt auch auf diesen Lehrgang, den unter anderen Direktor Peter Porenta absolvierte: „Vieles nutzt sich ab, wenn man ein Führungsamt länger bekleidet. Neue Impulse tun immer gut“, sagt Porenta. Die Auseinandersetzung mit einer christlich inspirierten Führungskultur eröffne ungewohnte Perspektiven und ermögliche es, Organisation nicht nur effizient, sondern sinnorientiert zu gestalten. Besonders prägend waren für ihn Begegnungen mit Persönlichkeiten aus Ordenseinrichtungen sowie der Austausch in der Gruppe, der Verbindungen in andere Bundesländer geschaffen habe. „Bereits mehrere aus unserem Haus absolvierten diesen Kurs. Er hat uns zu einem guten Austausch untereinander in Glaubensfragen gebracht. Das schweißt für die gemeinsame Arbeit zusammen“, ist der Direktor überzeugt, der auch für seinen Alltag wertvolle Impulse mitnahm und seine Vorbildfunktion ernst nimmt.
teilnehmen
Infos und Anmeldung zu den Lehrgängen: unter 01/5351287-0 oder www.ordensgemeinschaften.at
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