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Tradition ist nicht nur das Festhalten an der Vergangenheit, sondern eine lebendige Weitergabe von Erfahrungen. Ein Beispiel dafür sind die Maiers aus Filzmoos. „Das Benefizsuppenessen bedeutet für mich echtes Teilen – deshalb bin ich seit vielen Jahren mit Freude dabei“, sagt Spitzenköchin Johanna Maier, die längst die nächsten Generationen inspiriert hat. Gemeinsam mit Sohn Didi und Enkel Simon servierte sie im Salzburger Kapitelsaal eine klare Wurzelsuppe mit Kräuter‑Brennnessel‑Schöberl.
Rund 150 Teilnehmende aus Kirche, Politik und Gesellschaft waren gekommen, um die Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung zu unterstützen – allen voran Erzbischof Franz Lackner. Er zeigte sich überzeugt, dass ein Leben aus dem Glauben heißt, „Gutes tun, weil Gott gut ist“. Alle Menschen verdienten Gerechtigkeit, doch nicht immer sei es leicht, Hilfe anzunehmen, erklärte Erzbischof Lackner. „Aus meinen Kindheitstagen kenne ich die Armut, und auch die Scham, die bisweilen damit verbunden ist, Hilfe zu benötigen und – noch mehr – sie anzunehmen“. Beim Helfen entstehe oft der Eindruck einer Schieflage, eines vertikalen Gefälles. „Doch wenn wir nicht um unseretwillen, sondern um des Himmelreichs willen helfen, dann hebt sich diese Schieflage auf.“
Salzburgs Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf hob hervor, dass gleichberechtigte Teilhabe und gleiche Rechte in einer Gesellschaft nicht vom Geschlecht abhängen dürften. Es brauche das Engagement jedes Einzelnen, um allen Menschen Respekt und Mitbestimmung zu ermöglichen. Die Vorsitzende der kfb-Salzburg, Michaela Luckmann, unterstrich, dass dafür auch die Unterstützung von Männern unverzichtbar sei.
Auf die Gäste warteten neben der Fastenspeise aus dem Hause Maier zwei weitere Kreationen, die junge Köchinnen und Köche zubereitet hatten: eine Krautsuppe der Landesberufsschule Obertrum sowie des zweiten Jahrgangs der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe des Ausbildungszentrums St. Josef. Die Katholische Privatschule steuerte außerdem wieder Fastenbrezen bei. Für den reibungslosen Service sorgten Studierende des „Institute of Tourism & Hotel Management“ der Tourismusschulen Salzburg.
Wer es nicht zum Benefizsuppenessen in Salzburg geschafft hat, findet in zahlreichen Pfarren weiterhin Gelegenheit, mit „Teilen Zukunft zu spenden“. Alle Erlöse fließen in langfristige Projektpartnerschaften wie SEEDS, das indigene Frauen (Adivasi) im ostindischen Bundesstaat Jharkhand auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben stärkt.
Hier finden Sie Stimmen zum Benefizsuppen-Essen im Salzburger Kapitelsaal!
Drei Generationen im Benefizsuppen-Einsatz: Didi, Johanna und Simon Maier.

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