Die Katholische Aktion ist ein unverzichtbarer Teil der Kirche und wirkt mitten in der Welt für die Menschen. Als größte Laienorganisation eröffnet sie Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern Räume, in denen sie ihre christliche Berufung leben können.
Stillstand ist niemals eine Option, gefordert ist die stetige Weiterentwicklung. Das unterstreicht Generalsekretär Simon Ebner: „Es geht darum, uns an den Bedürfnissen aller Generationen auszurichten und jene Themen zu platzieren, die Kirche und Gesellschaft jetzt brauchen.“ Die Katholische Aktion müsse sich den aktuellen Umbruchszeiten stellen und sich fragen, welchen Beitrag sie leisten kann. „Für mich ist hier die Hoffnung ein zentraler Aspekt – ebenso wie der von Papst Leo XIV. auf seiner Türkei-Reise formulierte unbedingte Aufruf zum Dialog“, beschreibt Ebner die Ausrichtung.
Voraussetzung für gelingende Weichenstellungen ist eine starke Organisation. Doch bei den handelnden Personen stehen Veränderungen an. „Darauf müssen wir reagieren. Unsere Strukturen sind stark von der Babyboomer‑Generation geprägt. Daher kommen vermehrt Pensionierungen im Hauptamt auf uns zu. Ehrenamtliche ziehen sich nach und nach zurück.“ Deshalb wurde die jüngste Hauptversammlung (HVS) dazu genützt, sich ein umfassendes Bild zu machen. Im Kopf immer die vom Präsidium formulierte Vision: „Unsere Funktionen sind so attraktiv, dass Menschen hoffen, dafür gefragt zu werden.“
Alle Gliederungen der Katholischen Aktion – von der Katholischen Jungschar bis zur Aktion Leben – waren vertreten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 200 gesammelte O‑Töne von 41 Teilnehmenden zu den Fragen, wie sie ihre aktuelle Rolle im Ehren- bzw. Hauptamt sehen und was es braucht, damit ihre Funktion auch künftig gut ausgeübt werden kann.
Als besonders geeignet erwiesen sich synodale Kleingruppengespräche mit strukturierten Gesprächsschritten, Zeiten des Schweigens und gemeinsamen Andachten. Das Konzept „HVS mal anders“ ist voll aufgegangen – darin waren sich alle einig. Die Bitte für die Zukunft lautet daher: „HVS immer anders.“
„Die Stimmung war so gut wie selten zuvor. Deutlich wurde: Die KA lebt vom Herzblut und der Glaubensmotivation ihrer Mitglieder. Sinnstiftung, Vielfalt, Vertrauen, ein spürbarer spiritueller Unterbau und echte Begeisterung prägen uns.“
Die KA hat viel Kraft, Energie und Potenzial – und steht gleichzeitig vor großen Aufgaben die Zukunft betreffend.
Gleichzeitig kamen im Austausch auch Herausforderungenn zur Sprache – Überlastung, Nachwuchsmangel und Strukturen, die in die Jahre gekommen sind. Als nächsten Schritt sieht Simon Ebner nun vor, die gesammelten Ideen in die Gliederungen zurückzuspielen und passende Werkzeuge zu entwickeln.

Aktuelles E-Paper