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Ihre Berufung: Kindern das Herz öffnen und sie fürs Leben stärken

Eine „gute Seele“ der Pfarre: Elisabeth Schellhorn verkündet nicht nur als Religionslehrerin den Glauben. Sie lebt ihn für die Pfarre. Und das seit vielen Jahrzehnten.
Eine „gute Seele“ der Pfarre: Elisabeth Schellhorn verkündet nicht nur als Religionslehrerin den Glauben. Sie lebt ihn für die Pfarre. Und das seit vielen Jahrzehnten.

Wenn sie den Klassenraum betritt, bringt sie mehr mit als Arbeitsblätter – sie bringt Zeit, Aufmerksamkeit und ein offenes Herz für die Fragen des Lebens.

05 ganze Ausgabe als ePaper lesen
Daniela Pfennig
Redakteurin
daniela.pfennig@eds.at

Elisabeth Schellhorn ist seit mehr als vier Jahrzehnten Religionslehrerin – und für viele Kinder und Jugendliche weit mehr als das: Zuhörerin, Mutmacherin und jemand, der zeigt, dass Glaube im Alltag Platz hat: „Im Religionsunterricht versuche ich immer wieder, den Bezug zur Familie herzustellen und den Glauben sichtbar und spürbar zu machen“, erzählt die 64-Jährige aus Oberau. Glaskreuze, kleine Krippen, Weihwasserflaschen oder Windlichter bastelt und gestaltet sie dafür gerne mit den Schülerinnen und Schülern.


Kinder sind offen für Glauben

Die Arbeit mit Kindern ist für sie eine Herzensangelegenheit – auch wenn sie früher einfacher war: „Kinder saugen alles wie ein Schwamm auf. Religion ist toll für sie. Eine Lebensschule, ein Fach, in dem so viel Platz hat“, sagt sie. Wichtig sei auch das Vorleben. „Leider kommt vom Elternhaus immer weniger. Umso dankbarer sind Eltern für Anregungen – und Kinder sind begeistert, wenn sie etwa ihre Eltern vor der Schule segnen.“

 

„Frag die Lisi!“

Nicht selten verweisen Eltern ihre Kinder mit ihren Fragen über Gott und die Welt an sie: „Ein Telefonjoker ist bequem. Aber Eltern sollten ihren Kindern auch selbst gute Antworten geben können“, meint Schellhorn. Der nahende Ruhestand schmerzt die passionierte Pädagogin ein wenig: „Ich weiß, dass ich gebraucht werde. Die Vertrauensbasis ist sehr groß – sie erzählen mir viel, auch von ihren Sorgen. Andererseits sehe ich auch ihre Probleme“, berichtet sie. Kinder sind für sie wunderbare Persönlichkeiten, die sie ernst nimmt. Disziplinäre Probleme kennt sie kaum. „Ihr Interesse am Glauben muss man fördern. Ich liebte es, mit Jugendlichen in der Mittelschule zu philosophieren.“

 

Elisabeth Schellhorn

Elisabeth Schellhorn liegen Kinder und Pfarre seit über 40 Jahren am Herzen. Sie besucht oft mit ihnen Kirche und Friedhof.


Sie wirkt, wo sie kann

Was sie lehrt, lebt sie auch: Seit Jahrzehnten prägt Schellhorn das Pfarrleben in Oberau mit, schenkt der Pfarre Zeit, Herz und Tatkraft: In der Jugendarbeit (lange als Jungscharleiterin) und bei zahlreichen Veranstaltungen. Besonders die Sternsingeraktion trug ihre Handschrift: „Zuerst ging ich selbst mit, danach organisierte ich sie 37 Jahre lang – mehr als 200.000 Euro kamen in dieser Zeit in Oberau zusammen“, ist sie stolz. Als Lektorin, Kommunionhelferin, Wortgottesdienstleiterin, Kirchenführerin, im Chor, bei der Vorbereitung auf Erstkommunion oder Firmung, bei Pfarrblatt und Pfarrchronik oder in der kfb sowie früher als langjährige Pfarrgemeinderätin oder ehrenamtlich in der Pfarrkanzlei, ihr Engagement lässt Kirche lebendig werden – vor allem für Kinder.

 

teilnehmen

 

Besondere Freude bereiten Elisabeth Schellhorn die beliebten Kinderkreuzwege. Sie finden ab dem Aschermittwoch jeden Freitag um 15 Uhr (zur Todesstunde Jesu) in der Pfarrkirche Oberau statt.

 

 

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