
Zell am See. „So spannend kann die Bibel sein“, lautet das Motto, unter dem die Pastorale Mitarbeiterin Barbara Rainer und Maria Koprnova vom PGR zum Auftakt der Bibelwoche im Pfarrsaal Schüttdorf einen Nachmittag für Kinder gestalten. Schon der Einstieg ist altersgerecht. Da wird im Kreis gesungen und getanzt, man reicht sich die Hände und erfährt mit dem Liedtext: „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht, es hat Hoffnung und Zukunft gebracht.“
Auch danach wird es nicht langweilig. Verschiedene Stellen der Heiligen Schrift sind inhaltlich in Form eines Bibelmenüs aufbereitet – je nach den Speisen, die in den Geschichten vorkommen: von der Linsensuppe und dem Fladenbrot bei Mose über das Opferlamm bis zum „Abendmahl“ und der Apfel-Nachspeise als Querverweis auf Adam und Eva. „Zu jedem Menüpunkt machen wir dann mit den Kindern ein passendes Spiel – zum Beispiel ,Der verbotene Gegenstand‘ bei Adam und Eva – und am Ende gibt es Teile des biblischen Menüs wirklich zum Essen“, erzählt Rainer. Für zu Hause bekommen die kleinen „Bibelerforscher“ einige Rezepte zum Nachkochen mit, darunter auch jenes für einen Bibelkuchen.
Hinter jeder Bibelstelle steckt etwas, das Gott uns sagen will.
Warum die Bibel für Barbara Rainer so wichtig ist? „Wir hören jeden Sonntag einen Teil daraus und wenn ich selbst die Finger durch die Seiten meiner Bibel gleiten lasse, bleibe ich oft an einer Stelle hängen, die sich einfach richtig anfühlt und mir einen wichtigen Impuls für mein Leben und meinen Alltag gibt. Hinter jeder Bibelstelle steckt etwas, das Gott uns sagen will.“
Ähnliche Gedanken hat die Schüttdorfer PGR-Obfrau Christine Rußegger, die gemeinsam mit ihrem Mann und Wortgottesdienstleiter Michael Rußegger im Pfarrsaal zum „Schnuppern in der Bibel“ einlädt (Fr, 23.1., 19 bis 20 Uhr). Sie fasziniert, „wie Menschen in der Bibel beschrieben werden, wie sie mit Gott unterwegs sind. Das spricht auch in die heutige Zeit, weil Gott eben heute noch wirkt“.
Die Protagonisten in der Bibel sind keine Superhelden, die alles richtig machen.
Über die Protagonisten in der Heiligen Schrift sagt sie: „Das sind keine Superhelden, die alles richtig machen: wie Mose, der sogar jemanden umgebracht hat. Aber sie haben Vertrauen in Gott gesetzt und Gott hat sie immer wieder aufgefangen und weitergeführt. Das ist etwas, was ich mitnehme, dass diese Hoffnung aus der Bibel auch für mein Leben bedeutsam ist.“
So wie das Ehepaar Rußegger dem Beispiel von Freunden folgend über Jahrzehnte hinweg immer wieder selbst Bibelkurse, Bibelkreise und Bibelwochen besucht hat, möchte es nun andere Menschen ermutigen. „Damit noch mehr Leute in der Pfarre entdecken, was uns die Bibel zu sagen hat.“ Zum Bibel-Schnuppern eingeladen sind auch Interessierte ohne große Vorkenntnisse. Wichtig sei vor allem die Gemeinschaft. „Man kann auch alleine in der Bibel lesen, keine Frage, aber es gemeinsam zu tun und offen miteinander zu teilen, das ist für alle Beteiligten noch einmal eine Bereicherung“, weiß Christine Rußegger.

Michael und Christine Rußegger ermutigen zum Bibelstudium.
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