
Salzburg. „Nächte mit starken Minusgraden können für Obdachlose lebensbedrohlich sein“, betont Torsten Bichler, Bereichsleiter für Soziale Arbeit bei der Caritas Salzburg. Diese stellt mit Haus Franziskus, Haus Elisabeth (für Frauen) und Exit Nova (für Jugendliche) 120 Notschlafplätze zur Verfügung – mit einer aktuellen Auslastung von 90 Prozent. „Und natürlich merken wir die Kälte bei den Personen an der körperlichen Verfassung“, sagt Bichler unter Verweis auf das Kältetelefon der Caritas Salzburg (erreichbar unter 0676/848210651). Die Empfehlung: Bei Kälte wie zurzeit sollte man Obdachlose aktiv ansprechen und Hilfe anbieten. Wird diese angenommen, das Kältetelefon kontaktieren, damit sich Streetworker die Situation vor Ort ansehen. Bei medizinischen Notfällen aber unbedingt die Rettung rufen (Tel. 144). Die Notwendigkeit ist gegeben: In der ersten Woche des Jahres gab es bereits 37 Anrufe beim Kältetelefon (gegenüber 80 im ganzen November und Dezember).
Sind die Caritas-Notschlafstellen ausgelastet, will die 2018 gegründete Initiative BIWAK auch wieder kirchliche Räume für Obdachlose öffnen. Zur Betreuung werden noch Haupt- und Ehrenamtliche gesucht. Kontakt: Herbert Müller, 0676/8746-7018.
Spendentipp: Dringend benötigt werden zurzeit Schlafsäcke, abzugeben werktags, 10 bis 17 Uhr, Caritas-Sachspendenannahme in Salzburg-Lehen (Gaswerkgasse 11).
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