Wenn in Brixen im Thale Musik erklingt oder in der Pfarre ein Projekt umgesetzt wird, ist Simon Eisenmann nicht weit. Seit Jahrzehnten engagiert er sich ehrenamtlich für das kirchliche Leben im Ort – mit viel Herzblut, Organisationstalent und starkem Gemeinschaftssinn. Besonders wichtig ist ihm das Gesellige: Menschen zusammenzubringen, sei es bei kirchlichen Veranstaltungen oder durch die Musik. Für ihn gehört beides untrennbar zusammen – und oft führt gerade die Musik Menschen wieder zurück zur Kirche.
„Das Pfarrleben und Traditionen liegen mir am Herzen. Gerne erkläre ich Musikkolleginnen und -kollegen, was kirchliche Feste bedeuten, was sie für unser Dorf heißen und warum die Musikkapelle nicht fehlen darf“, betont Eisenmann, der 90- bis 110- mal pro Jahr (davon 30- bis 40-mal im kirchlichen Kontext) mit der Musikkapelle Brixen im Thale ausrückt. Seit 60 Jahren ist er dabei: „Ich fühle mich berufen, durch Musik Jung und Alt zusammenzubringen und Generationen zu verbinden.“
„Ich bin kein großer Kirchengeher oder Bibelkenner, aber sehr bemüht um kirchliche Anliegen“, so der 74-Jährige. „Obwohl der Umgang mit geschiedenen und wiederverheirateten Menschen in der Kirche lange ein Tabu war, wurde ich auch in turbulenten Zeiten gut in der Pfarre aufgenommen und verstanden“, sagt er dankbar. Bereits in der sechsten Periode engagiert sich Simon Eisenmann im Pfarrgemeinderat, aktuell auch als Pfarrkirchenratsobmann.
Ich fühle mich berufen, durch Musik Menschen zusammenzubringen – und sie oft wieder zur Kirche zu führen.
Er ist ein Mann der Fakten, kennt nahezu alle im Ort, packt an und investiert viel Zeit, um Reparaturen zu organisieren oder mit Firmen zu verhandeln. Ein besonderes Herzensprojekt war die Renovierung des denkmalgeschützten „Dechantstalls“ vor zehn Jahren. „Die Gemeinde hat ein 50-jähriges Baurecht für den pfarrlichen Besitz erworben. Ich durfte bei der aufwendigen Renovierung und Neugestaltung die Wünsche der Musikkapelle einbringen. Es entstand ein wunderbares Probelokal, zudem fanden eine Kinderkrippe und eine Pfarrwohnung Platz“, berichtet er stolz und verweist auf ein aktuelles Projekt: „Die Planungsphase für die Umgestaltung der Pfarrhofs ist abgeschlossen. Dort sollen Wohnungen für einkommensschwache Menschen entstehen. In weiterer Folge arbeitet das Pfarrkirchenratsteam mit der Finanzverwaltung der Erzdiözese Salzburg an der Finanzierung.“
Erstmals „wagte“ sich Eisenmann in diesen Tagen als Caritas-Haussammler durch den Ort: „Wir stellten dieses Projekt auf ganz neue Beine. Ich bin gespannt, was mich erwartet“, freut er sich auf diese neue Aufgabe, durch die er positiv wirken kann.

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