Tania Zawadil begleitete 14 Jahre lang regionale kfb-Frauengruppen der Erzdiözese Salzburg im Tiroler Teil und im Oberpinzgau. Dass sie diesen Weg einschlagen würde, hatte sie nie geplant. Vielmehr, sagt sie rückblickend, habe die Aufgabe sie gefunden. Was als berufliche Herausforderung begann, wurde für die Juristin, WIFI-Trainerin und Lehrende am Kufsteiner fh Campus Gesundheit zu einer Berufung – und zu einem Geschenk.„Menschen sind die Worte, mit denen Gott seine Geschichten schreibt“, lautet ihr persönlicher Leitgedanke.
Wer Tania Zawadil begegnet, versteht rasch, warum ihr dieser Satz so wichtig ist. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit standen nie Programme oder Veranstaltungen, sondern Menschen. Frauen, die Verantwortung übernehmen. Frauen, die mit Mut, Tatkraft und Solidarität ihre Pfarren und Regionen mitgestalten. Frauen, die oft im Hintergrund wirken und doch das Fundament lebendiger Gemeinschaft bilden. „Alleine hätte ich bei weitem nicht so viel erreichen können“, ist die gebürtige Deutsche dankbar.
Von Beginn an war es ihr ein Herzensanliegen, die Leistungen von Frauen in Kirche und Gesellschaft sichtbar zu machen. Durch intensive Medienarbeit, regionale Pressearbeit und soziale Medien brachte sie das vielfältige Engagement der kfb in die Öffentlichkeit. Mit ihren regionalen Beiträgen ist sie auch die „fleißigste Rupinautin“ des Rupertusblatts.
„Im Mittelpunkt sollten immer die Frauen stehen“, betont Zawadil. Nicht ihre eigene Rolle sei entscheidend gewesen, sondern „die Talente, Ideen und Begabungen der Frauen, die Kirche vor Ort mit Leben erfüllen“. Besonders freut sie, dass zahlreiche engagierte kfb-Leitungsfrauen auf ihre Initiative mit Tiroler Landesauszeichnungen geehrt wurden.
Ihre Stärke lag im Vernetzen und im Schaffen von Begegnungsräumen. Sie ist stolz, dass Initiativen, die während ihrer Amtszeit entstanden sind, weitergeführt werden: die ökumenische Bibelrunde, der kfb-Rosenkranz am Reither Kogel, Wallfahrten, Fastensuppenaktionen, Kleidertauschbörse oder der Oberpinzgauer Frauensalon. Gleichzeitig setzte sie immer wieder neue Akzente und griff gesellschaftliche Themen auf – von Filmprojekten und Umweltabenden bis zu Integrationsveranstaltungen und Selbstverteidigungskursen für Frauen sowie ihr Engagement bei „Zeit mit Gott“.
Die kfb war für sie weit mehr als ein Arbeitsplatz. Sie wurde zu einer spirituellen Heimat. Hier erlebte sie, wie Frauen ihren Glauben selbstbewusst leben und dem Evangelium heute ein Gesicht geben. „Mein Glaube ist biblischer, lebendiger und aktiver geworden. Der Weltgebetstag der Frauen hat mich besonders geprägt“, sagt die Wahl-Schwoicherin.
Kurz vor Pensionsantritt blickt sie mit Dankbarkeit zurück: „Auf die vielen Begegnungen, die mein Leben bereichert haben. Denn Hoffnung wächst dort, wo Menschen einander stärken, ermutigen und wertschätzend füreinander da sind.“ Genau dafür stand Tania Zawadil in all den Jahren.
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