Was machen wir jetzt?“ – Diese Frage stand im Raum, als in Salzburg-Aigen der Alpha-Kurs zu Ende ging. Alpha ist ein Glaubenskurs, der an mehreren Abenden Grundfragen des Christseins behandelt, mit Impuls und Austausch in Kleingruppen. Diakon Dino Bachmaier und Robert Radauer aus Aigen hatten den Glaubenskurs gemeinsam mit einem größeren Team vorbereitet. Radauer hatte schon lange den Wunsch, in der Pfarre etwas aufzubauen, und war deshalb auf Bachmaier zugegangen. Nach dem Kurs wurde ihm klar, dass es weitergehen musste. „Vor allem in den Kleingruppen hat sich herauskristallisiert, dass die Leute `hungrig` waren”, sagt er. So entstand der Glaubensstammtisch. Er sollte „so offen sein, dass die Leute unkompliziert kommen können”, beschreibt Bachmaier die Idee. Im Zentrum steht Jesus. „Uns geht es darum, dass Menschen Jesus kennenlernen und eine Beziehung zu ihm aufbauen.” Radauer stimmt dem Diakon zu:
Wir wollen Menschen ermöglichen, Jesus besser kennenzulernen.
Jeden letzten Dienstag im Monat, außer in den Ferien, treffen sich Interessierte von 19 bis 21 Uhr im Pfarrsaal
in Aigen. „Am Anfang gibt es einen Impuls, meistens einen Gebetsimpuls über das Wort Gottes“, so Bachmaier über den Ablauf des Abends. Danach setzt man sich zusammen, je nach Zahl der Teilnehmenden alle gemeinsam oder in Kleingruppen. Gruppenleiterinnen und -leiter begleiten das Gespräch, welches den gehörten Impuls auf eine persönliche Ebene holt. Nach dem Austausch in der Kleingruppe schließt der offizielle Teil. „Dann bleibt man noch ein bisschen beisammen”, erzählt Radauer, „bei einem After-Work-Bier und Chips, oder was gerade da ist.” Um 21 Uhr ist Ende, gehen darf jede und jeder, „wann er möchte oder muss”.
Für Radauer ist der Stammtisch auch ein Ort, an dem er selbst etwas einbringen kann. „Ich frage mich: Was brennt denn gerade? Das gebe ich als Impuls weiter”, erzählt er. Das
Thema des kommenden Stammtischs wird „Good news – bad news“, „Gute Nachrichten – schlechte Nachrichten“, sein. In der Kleingruppe wird anschließend der Frage nachgegangen: „Wie geht es jedem damit?” Radauer freue sich, „wenn ich als Gruppenleiter den Teilnehmenden etwas geben kann, was ich an Feuer bereits in mir trage”.
Wer unsicher ist, soll auf jeden Fall vorbeikommen, rät Bachmaier ohne zu zögern. Der gemütliche Teil sei „auf jeden Fall etwas Tolles” stellt er mit einem Schmunzeln fest. Anmelden muss man sich nicht, Vorkenntnisse braucht es auch keine. Gefragt sind ein offenes Herz und Interesse am Glauben. Der Diakon betont: „Wichtig ist die Beziehung zu Jesus. So erhält unsere Identität in Jesus eine neue Fülle.“
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