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Inhalt:

4. Sonntag im Jahreskreis

Lesejahr A
Evangelium
Mt 5, 1–12a

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, 
die ihm folgten, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete  seinen Mund, er lehrte sie und sprach: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.

Kommentar Lesungen Psalm

1. Lesung

1. Lesung Zef 2, 3; 3, 12–13

Sucht den HERRN, all ihr Gedemütigten im Land, die ihr nach dem Recht des HERRN lebt! Sucht Gerechtigkeit, sucht Demut! Vielleicht bleibt ihr geborgen am Tag des Zorns 
des HERRN. Und ich lasse in deiner Mitte übrig ein demütiges und armes Volk. Sie werden Zuflucht suchen beim Namen des HERRN als der Rest von Israel. Sie werden kein Unrecht mehr tun und nicht mehr lügen, in ihrem Mund findet man keine trügerische Rede mehr. Ja, sie gehen friedlich auf die Weide und niemand schreckt sie auf, wenn sie ruhen.

2. Lesung

2. Lesung 1 Kor 1, 26–31

Seht auf eure Berufung, Schwestern und Brüder! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme, sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten, damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott. 

Von ihm her seid ihr in Christus Jesus, den Gott für uns zur Weisheit gemacht hat, zur Gerechtigkeit, Heiligung 
und Erlösung. Wer sich also rühmen will, der rühme sich des Herrn; so heißt es schon in der Schrift.

Antwortpsalm

Psalm 146 5 u. 7.8–9a.9b–10

Selig, wer den Gott Jakobs als Hilfe hat, wer seine Hoffnung auf den HERRN, seinen Gott, setzt. Recht schafft er den 
Unterdrückten, Brot gibt er den Hungernden, der Herr befreit 
die Gefangenen. Der HERR öffnet die Augen der Blinden, der HERR richtet auf die Gebeugten, der HERR liebt die Gerechten. Der HERR beschützt die Fremden. 

Er hilft auf den Waisen und Witwen, doch den Weg der Frevler krümmt er. 10Der Herr ist König auf ewig, dein Gott, Zion, durch alle Geschlechter. 

Kommentar

Mag. Irene Blaschke, Referentin für Berufungspastoral
Irene Blaschke

Präfektin im Priesterseminar der Erzdiözese Salzburg

Herzlichen Glückwunsch!

Mit diesen Worten drücken wir unsere Freude über das Glück des anderen aus: den Geburtstag, die bestandene Matura, den Sieg beim Fußballspiel, den Lottogewinn…

Welchen Kontrast finden wir da am Beginn der Bergpredigt: „Selig – glücklich – die arm sind, die Trauernden, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, die verfolgt und geschmäht werden, die mit übler Nachrede konfrontiert sind!“ Fünf von den hier aufgezählten sogenannten „Seligpreisungen“ beglückwünschen scheinbar Unglückliche.

Gönnt Gott dem Menschen kein Vergnügen, keinen Erfolg, keinen Besitz? Vertröstet Jesus auf das Jenseits? Das wäre wohl zu kurz gedacht.

Ja, die Botschaft ist mehr als provokant. Jesus, der sich als Gottes Sohn freiwillig in die Grenzen des Menschseins begeben hat, weiß, wovon er spricht. Deshalb ist seine Rede zu Beginn seines öffentlichen Auftretens gleichsam ein Regierungsprogramm, das sich nicht in kurzfristigen Glücksverheißungen erschöpft, sondern anleitet zu einem Lebensstil, zum wahren Glück, das über dieses Erdenleben hinaus Bestand hat. Die Spielregeln Gottes sind nicht die Spielregeln der Welt, in der Macht, Stolz, Erfolg, Reichtum und Habgier das Sagen haben. Papst Franziskus sprach von den Seligpreisungen als dem „Personalausweis der Christen“. Sie verdichten sich in der ersten: „Selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich.“ Es ist eine Armut im Sinne von: Ich weiß mich allein von Gottes unendlicher Liebe abhängig.
In dieser Armut erwarte ich mir alles von Gott und sehe alles als Geschenk Gottes! Zugleich kann ich alles loslassen, was diese Beziehung zu ihm behindert. Das macht mich frei von mir selbst, zugleich frei für die Menschen. So kann ich in jedem Menschen Christus erkennen (vgl. Mt 25,40) und meinen Beitrag leisten, dass das Reich Gottes sich hier und jetzt ausbreiten kann.

Wer sich auf dieses „Kontrastprogramm“ einlässt, wird nicht nur Zustimmung erfahren und auf je eigene Weise verfolgt, beschimpft oder verleumdet werden. Mögen in solchen Augenblicken nicht Verzweiflung und Entmutigung die Oberhand gewinnen, sondern die Verheißung Jesu: „Freut euch und jubelt! Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel!“

Weitere Einträge

Allerheiligen

A
MT 5, 1–12A
Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.
Kommentar
P. Moritz Windegger

Franziskanerpater in Salzburg

Moritz Windegger

30. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 22, 34-40
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Kommentar
Irmgard Tuder

Religionslehrerin, Lebens- und Sozialberaterin

29. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 22, 15–21
So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!
Kommentar
Irmgard Tuder

Religionslehrerin, Lebens- und Sozialberaterin

28. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 22, 1-14
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete.
Kommentar
Irmgard Tuder

Religionslehrerin, Lebens- und Sozialberaterin

27. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 21, 33–42.43.44
Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die Früchte des Reiches Gottes bringt.
Kommentar
Irmgard Tuder

Religionslehrerin, Lebens- und Sozialberaterin

26. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 21, 28–32
Später reute es ihn und er ging hinaus
Kommentar
Hans Fackler SMDB

Pastoralassistent in der Pfarre Seekirchen

25. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 20, 1–16
So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte.
Kommentar
Hans Fackler SMDB

Pastoralassistent in der Pfarre Seekirchen

24. Sonntag im Jahreskreis

A
Mt 18, 21–35
Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Knechten Rechenschaft zu verlangen.
Kommentar
Hans Fackler SMDB

Pastoralassistent in der Pfarre Seekirchen

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