
Die Tagung machte deutlich: Gesundheit ist weit mehr als eine persönliche oder medizinische Angelegenheit. Sie wächst dort, wo Menschen in tragfähige Beziehungen eingebunden sind, Anerkennung erfahren und Solidarität spüren. Eine Gesellschaft, die gesund sein will, muss daher nicht nur in medizinische Versorgung investieren, sondern ebenso in Bildung, Frieden, Gleichwürdigkeit, soziale Gerechtigkeit und Spiritualität.
Mit allen Sinnen
Die Teilnehmerinnen näherten sich dem Thema mit allen fünf Sinnen:
Vorträge und Workshops eröffneten vielfältige Zugänge zu Gesundheit und Spiritualität. Selbstfürsorge und Selbstliebe standen ebenso auf dem Programm wie Bibliodrama, meditatives Gehen, die fünf Säulen der Europäischen Tradition, Stressprophylaxe und heilsames Singen. Die Teilnehmerinnen erhielten fachliche Impulse und konnten zugleich ganz praktisch erfahren, was ihnen guttut und neue Kraft schenkt.
Ein Ausflug, der berührte
Ein besonderer Höhepunkt war der gemeinsame Ausflug ins Mühlviertel. Der Besuch im Textilen Zentrum Haslach eröffnete Einblicke in eine traditionsreiche Handwerks- und Arbeitswelt. Anschließend feierten die Frauen eine berührende Frauenliturgie in der Waldkapelle Maria Rast.
Umgeben von der Natur wurde spürbar, was die Tagung immer wieder ins Bewusstsein rief: Menschen brauchen Orte des Innehaltens, Zeiten für Begegnung und Räume, in denen Körper, Geist und Seele zur Ruhe kommen können.
Gemeinschaft, die stärkt
Die Sommerstudientagung war nicht nur eine Bildungs- und Weiterbildungsveranstaltung. Sie war auch ein Ort des Lachens, Singens, Feierns und gemeinsamen Nachdenkens. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen unter Druck und Überforderung leiden, wird Gemeinschaft zu einer wichtigen Kraftquelle.
Ein Satz von Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, begleitete die Tagung: „Eine Gesellschaft, die gesund sein will, muss nicht nur in Medizin investieren – sondern auch in Solidarität, Frieden und Spiritualität.“
Diese Worte bringen die Anliegen der kfbö auf den Punkt. Gesundheit beginnt bei der Sorge um sich selbst, weist aber immer über das eigene Leben hinaus. Sie fragt auch nach den Bedingungen, unter denen Menschen leben, arbeiten und füreinander da sein können.
Ein herzliches Danke
Ein besonderer Dank gilt dem Vorbereitungsteam der kfb Österreichs, der kfb Oberösterreich und dem Liturgieteam. Mit viel Herz, Engagement und Liebe zum Detail haben sie diese vier Tage zu einem stärkenden und inspirierenden Erlebnis gemacht.
Die SOST 26 hat gezeigt: Wo Frauen zusammenkommen, entsteht Raum für neue Gedanken, heilsame Erfahrungen und gegenseitige Ermutigung. Die Teilnehmerinnen kehrten mit vielen Impulsen, schönen Erinnerungen und neuer Kraft in ihre Diözesen und Pfarren zurück.
Bild (c) Andreas Röbl - Team kfb Salzburg