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Mit einer feierlichen Vesper in der Basilika Maria Plain wurde am 27. September das 50-jährige Priesterjubiläum von Weihbischof Hansjörg Hofer begangen. Gemeinsam mit Wegbegleitern aus dem Domkapitel, Erzbischof Franz Lackner, Vertretern des Konsistoriums und der Erzdiözese sowie zahlreichen Freunden dankte der Jubilar für fünf Jahrzehnte priesterlichen Wirkens. In seiner Ansprache griff Weihbischof Hofer die Berufungsgeschichten der Propheten Jesaja und Jeremia auf. Während Jesaja auf die Frage Gottes „Wen soll ich senden?“ mit einem entschlossenen „Hier bin ich!“ antworte, habe Jeremia zunächst gezögert und gefragt, ob er der Aufgabe überhaupt gewachsen sei. Es gebe, so Hofer, „Jesaja-Typen“ und „Jeremia-Typen“. Er selbst sei eindeutig ein Jeremia-Typ gewesen. Besonders am Herzen liege ihm das Priestertum. Aus seinen 50 Jahren als Priester habe er vier wesentliche Voraussetzungen erkannt: die Liebe zur Kirche, die Treue zum Papst, die Loyalität zum Bischof und das aufmerksame Zuhören auf die Gläubigen. Letztlich gehe es dabei immer um Gott und darum, die Frage nach Gott in der Welt wachzuhalten. Zugleich betonte Hofer die Bedeutung der Freundschaft mit Jesus Christus. Ein Priester sei ein Mensch mit Ecken und Kanten, den Gott berufen habe, sein „verlängerter Arm“ zu sein. Er müsse zugleich ein geistlicher Mensch und ein menschlicher Geistlicher sein. Abschließend ermutigte der Weihbischof besonders junge Menschen: „Habt Mut, Jesus euer Leben zu schenken.“ Mit einem herzlichen Dank für Gebete und Glückwünsche schloss er seine Ansprache.
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