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Glauben findet im Netz statt

Drei christliche Influencer erzählen was Verkündigung im Internet für sie bedeutet
Drei christliche Influencer erzählen was Verkündigung im Internet für sie bedeutet

Auf Instagram und TikTok geben Menschen Einblick in ihren Glauben und erreichen damit auch jene, die sonst wenig mit Kirche in Berührung kommen. Drei von ihnen erzählen, was Verkündigung im Internet für sie bedeutet.

42 ganze Ausgabe als ePaper lesen
Anna Kiss
Redakteurin

Tini Brüning

Für die 30-jährige aus Deutschland (Instagram: @tini_burning) sind soziale Netzwerke eine Möglichkeit, „das Evangelium zu verkünden“. Rund 12.000 Menschen folgen ihr auf Instagram. Dabei geht es ihr um mehr als Reichweite: „Es geht um Seelen und nicht um Follower.“ Die sozialen Netzwerke bezeichnet sie als „Vorhofarbeit“:
Sie sollen die Pfarre und persönliche Begegnungen nicht ersetzen, können aber Menschen neugierig machen und einen ersten Zugang zum Glauben schaffen. Brüning sieht darin vor allem eine Chance:

Es ist so viel Hoffnung da, es wird gar nicht alles schlechter und die Kirchenbänke leerer, sondern die Zuhörer des Evangeliums sitzen gerade vielleicht noch ganz woanders.

Salzburg hat ihren Glaubensweg geprägt. Nach ihrer Ausbildung absolvierte sie hier die Jüngerschaftsschule J9. Besonders die Eucharistie wurde für sie damals „zu einem Schatz, zu einer Quelle, aus der ich heute schöpfe“.

 

 

Josef Pletzer

Auch der 52-jährige Pfarrer Josef Johann Pletzer aus Kufstein (Instagram: @josefjohannpletzer) nutzt Instagram, um über Glauben und Kirche zu sprechen. „Wenn wir junge Menschen erreichen wollen, müssen wir auch dort präsent sein, wo sie unterwegs sind.“
Dabei hilft ihm Oleksa, ehrenamtlicher Medienreferent des Pfarrverbands Kufstein. Er übernimmt Aufnahme, Schnitt und Veröffentlichung.
Und achtet darauf, dass Pletzer nicht zu sehr in eine Predigtsprache verfällt. Dann heißt es schon einmal: „Du musst das von dir heraus sagen!“ Für Pletzer ist das eine wichtige Korrektur:

Es geht nämlich nicht darum, auf Instagram einfach ‚Pfarrer zu spielen‘, sondern als Mensch und als Christ etwas Persönliches zu sagen.

Fast immer dabei ist auch sein Hund Amos. Auch er sorgt offenbar für Aufmerksamkeit: „Da merkt man, dass ein Hund eine ganz gute Brücke zu den Menschen sein kann.“

 


Annemarie Nied

(Instagram: @waiting_for_his_ glory) stammt ebenfalls aus- Deutschland und lebte sechs Jahre in Salzburg. Eine Zeit, die sie nach eigenen Worten stark geprägt hat. Die 25-Jährige war zuletzt in der Missionarischen Pastoral der Erzdiözese tätig. Auf Instagram und TikTok erklärt sie Glaubensthemen, die nicht immer leicht zugänglich sind. Dabei orientiert sie sich an der Lehre der katholischen Kirche. „Ich habe das Rad nicht neu erfunden, ich erzähle es nur auf den sozialen Medien.“ Ihr Anliegen sei es zu zeigen,

dass Gott so viel größer und schöner ist, wie wir manchmal denken.

Annemaries Ziel ist es, auch schwierige Inhalte verständlich zu vermitteln: „Ich schaue, was sagt die Kirche dazu.“ Anschließend versucht sie, die Themen so aufzubereiten, dass sie auch Menschen ohne theologisches Vorwissen verstehen. Wen sie damit erreichen möchte? „Ich will den erreichen, der es hören will.“

 

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Ausgabe 42 | 2026


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